43. Internationales Neujahrsturnier Radball – U23

Das 43. Internationale Neujahrsturnier im Radball führte nach zwei Jahren Corona-bedingter Zwangspause zu einem veränderten Teilnehmerfeld. Junge Teams aus Tschechien, Österreich und Deutschland waren der Einladung nach Ehrenberg gefolgt und machten die 43. Auflage zu einem spannenden und mitreisenden Event für Sportler und Zuschauer. Zehn Mannschaften spielten in zwei Vorrundengruppen, darunter ehemalige U23-Europameister (Sangerhausen), Teilnehmer an der letzten EM 2022 und der amtierende U23 Europameister aus Darmstadt zeigten Radball auf höchstem Niveau.

Für die Blau-Gelben aus Ehrenberg waren Vinzenz Winkler und Jonas Zetzsche in der Vorrundengruppe 2 am Start. Im ersten Spiel für Ehrenberg wartete die routinierte Mannschaft aus Sangerhausen auf Winkler/Zetzsche. Bis weit in die zweite Hälfte hielt man das Spiel offen, doch am Ende setzte sich Sangerhausen mit 6:3 durch. RKV Hofen, Fünfter der EM, machte im zweiten Spiel der Ehrenberger schon am Anfang alles klar und führte schnell mit 2:0 Toren. Die Blau-Gelben spielten aber munter mit, blieben leider beim Torabschluss unglücklich und mussten beim 1:5 die nächste Niederlage hinnehmen. Dann war SC Svitavka aus Tschechien der nächste Gegner. Auch hier wieder kein Sieg für Ehrenberg. Doch der vierte der EM hatte es beim 4:2 Sieg nicht einfach gegen den Gastgeber. Winkler/Zetzsche spielten viele Chancen heraus doch nicht effektiv genug. Gegen den Gruppensieger Sulz aus Österreich, die sehr kampfstark spielten und jeden Fehler der Ehrenberger nutzten fiel das Endergebnis beim 3:8 gegen den EM-Siebenten deutlich aus. Für Ehrenberg blieb so in der Vorrundengruppe 2 nur der fünfte und letzte Platz.

RV Enzian Sulz wurde punktgleich, aber mit dem besseren Torverhältnis Erster vor RKV Hofen, die sich damit für die zwei Halbfinals qualifizierten. Für den Dritten RSV Sangerhausen, den Vierten SC Svitavka und Ehrenberg als Fünften blieben nur die Platzierungsspiele. In der Vorrundengruppe 1 setzte sich nach starken Vorstellungen die Mannschaft aus der Partnerstadt von Altenburg TJ Sokol Zlin ungeschlagen durch. Im direkten Duell um den Gruppensieg gewann Zlin gegen Darmstadt mit 3:2. Dritter wurde die SG Langenwolschendorf, bei denen Nils Kebsch mit Ersatzspieler Marvin Petzold ein starkes Turnier spielten. Vierter wurde der RV Gärtringen vor RVW Bilshausen.

Gegen 19.00 Uhr ging es dann bei den Finalspielen um die Platzierungen beim 43. Internationalen Neujahrsturnier. Im Spiel um den 9. Platz trafen dann die beiden Außenseiter in diesem Turnier aufeinander. RVM Bilshausen (Niedersachsen) Linus Heinemann/Leon Schreier und unser Team Vinzenz Winkler/Jonas Zetsche, beide spielen in ihren Landesverbänden in den Oberligen, zeigten noch mal ihr Können. Ehrenberg siegte am Ende deutlich mit 9:2 über unsere Sportfreunde aus Bilshausen. Im Spiel um Platz 7 setzte sich SC Svitavka Jan Hrdlicka/Jan Kripner fast mit dem Schlusspfiff gegen RV Gärtringen Jannes Müller/Simon Becker mit 5:4 durch. Langenwolschendorf hatte beim Spiel um Platz 5 gegen Sangerhausen Eric Haedicke/Max Rückschloss noch einmal alles aus sich herausgeholt. Doch Sangerhausen konnte mit dem 5:4 Sieg den 5.Platz erkämpfen.

Bei den beiden Halbfinals blieben die Teams aus der Vorrundengruppe 1 erfolgreich. Zlin gewann gegen Hofen mit 5:3 und Darmstadt gewann deutlich mit 5:1 gegen Sulz. Im kleinen Finale um Platz 3 blieben beide Mannschaften ihrem Spielstiel treu. Sulz Max und Philipp Schwendinger kampfstark, nie einen Ball verloren gebend und Hofen ballsicher und konzentriert den Abschluss suchend. Hofen mit Magnus Öhlert/Dennis Berner am Ende die glücklichere Mannschaft beim 4:3 Sieg.

Das Warten auf das Finale zwischen Zlin Thomas Horak/Radek Adam und Darmstadt Luca Kovacevic/Markus Dörr gegen 21:30 Uhr hatte sich für alle Zuschauer gelohnt. Was dann an schnellem Spiel, Kampf und Technik gezeigt wurde, lässt für die Zukunft im Radball hoffen. Von allen Finalteilnehmern wird man in den nächsten Jahren noch einiges zu hören bekommen. Dass sich das Team TJ Sokol ZLIN am Ende mit 5:4 durchsetzen konnte, war einem starken 5:1 Vorsprung geschuldet, den man beruhigend ins Ziel rettete. Ein Wettkampf mit schnellen, hart umkämpften und bis zum Schluss sehr spannenden 27 Spielen von zehn Topteams aus Österreich, Tschechien und Deutschland.
Danke an alle teilnehmenden Mannschaften, Helfern, Sponsoren und Zuschauern. Alle haben dazu beigetragen, dass unser Neujahrsturnier das gehalten hat, was wir uns als alle gewünscht haben.